
Buchentsäuerung ist die chemische Neutralisierung von Schadstoffen, die während der Papierherstellung und während des Druckens ins Papier eingebracht wurden. Schadstoffe können auch nachträglich durch falsche Lagerung entstehen, zum Beispiel durch ungünstiges Klima fürs Papier. Ursache dieser Schadstoffentstehung ist ein Wechsel der Temperatur des Lagerraums zwischen Tag und Nacht sowie Sommer und Winter. Außer der Temperatur wird gleichzeitig der Feuchtegehalt in der Raumluft variiert. Diese Variation ist Verantwortlich für einen steten Transport von Feuchtigkeit aus dem Papier und in das Papier zurück. Rein mechanisch wird dadurch die Papierfestigkeit und die Papierstruktur verändert. Eine Schädigung findet bei gleichzeitiger UV-Bestrahlung übers Tageslicht statt.
Andere bekannte Bezeichnungen sind zum Beispiel die Papierentsäuerung und die Massenneutralisierung.
Buchentsäuerung wird hauptsächlich für Bibliotheken angewendet. Papierentsäuerung wird hauptsächlich für Archivalien im Auftrag von Archiven angewendet und braucht zum Teil angepasste Halterungen bei der Befestigung während der Entsäuerung. Massenneutralisierung ist wiederum ein Oberbegriff für alle Entsäuerungsarten und umfasst auch noch andere Werkstoffe und Produktgruppen.